Grünauer Werkleiterin Katrin Ruschke freut sich auf den Besuchertag
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100 Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr für einsatzbereite S-Bahn-Züge
22.07.2010
Seit dem 1. April 2010 ist Katrin Ruschke Leiterin der Betriebsnahen Instandhaltung im Werk Grünau, in dem rund hundert Mitarbeiter beschäftigt sind. Die zuvor bei DB Schenker in der Instandhaltung Beschäftigte freut sich auf den Tag der offenen Tür am 8. August in „ihrem“ Werk.
Warum öffnen Sie das Betriebswerk Grünau für die Öffentlichkeit in einer Zeit, in der Sie und Ihre Mitarbeiter doch bestimmt alle Hände voll zu tun haben, um wieder mehr S-Bahn-Züge auf die Schiene zu bringen?
Katrin Ruschke: Das stimmt, wir sind voll ausgelastet und arbeiten hier im Schichtsystem sieben Tage die Woche rund um die Uhr – auch an Sonnund Feiertagen.
Trotzdem haben wir uns dazu entschlossen, die Werkstüren für einen Tag zu öffnen, um unseren Fahrgästen und Interessierten zu zeigen, wie es hinter den Kulissen der S-Bahn Berlin aussieht und was dort geleistet wird.
In den vergangenen Monaten waren wir in den Medien sehr präsent, doch die wenigsten wissen, wie die Instandhaltung eigentlich funktioniert, was sich hinter genannten Begriffen verbirgt und wieviel Zeit bestimmte Arbeiten benötigen.
Deshalb ist der 100. Geburtstag des Standortes Grünau Anlass, unsere Besucher zu einer Entdeckungsreise in das Herz
der Berliner S-Bahn einzuladen. In Grünau können alle Baureihen instandgesetzt werden, so dass wir hier die unterschiedlichsten Anforderungen sehr anschaulich vermitteln können.
Was erwartet denn die Besucher genau?
Katrin Ruschke: An einzelnen Stationen erklären wir, wie Ultraschall- und Wirbelstromprüfung ablaufen. Gäste erhalten die Möglichkeit, sich einen S-Bahn-Wagen von unten anzuschauen, wobei wir ihnen zeigen, wo sich zum Beispiel die Fahrmotoren sowie Radsätze befinden, Führerstandsbesichtigungen sind ebenfalls möglich. Der Vandalismus ist ein weiteres großes Thema. Gemeinsam mit der Bundespolizei demonstrieren wir, was mutwillige Zerstörungen anrichten, was die Beseitigung dem Unternehmen an Zeit sowie Geld kostet und was wir dem entgegensetzen können. Außerdem ist der Hilfsgerätezug vor Ort, der ebenfalls besichtigt werden kann (siehe auch dazu Punkt 3, Seite 6). Dabei richtet sich der Tag der offenen Tür ausdrücklich nicht nur an Bahnfans, sondern auch an alle, die mehr wissen wollen, und auch an Familien mit Kindern – eben Jung und Alt – können viel erleben.
Welche Höhepunkte bietet das Rahmenprogramm?
Katrin Ruschke: Unter anderem gibt es ein großes Kinderprogramm mit vielen Bastelund Mitmachaktionen. Die Besucher können Draisinenfahrten unternehmen. Auf der Bühne treten diverse Bands und Tanzgruppen auf, darunter als Premiere die Teilnehmer des S-Bahn-Tanzcamps (siehe m Seite 5), die Kleinen sehen Ausschnitte des Musicals „Ein Momu in der S-Bahn“. In Diskussionsrunden suchen die Verantwortlichen der S-Bahn Berlin den Dialog mit den Besuchern. Zu einem Höhepunkt zählt mit Sicherheit auch die Fahrt durch die S-Bahn-Waschstraße.
Ausschnitte aus dem Bühnenprogramm
Nicht nur für Fahrgäste und Bahnfans bietet der Tag der offenen Tür Werk Grünau am Sonntag, dem 8. August 2010, von 10 bis 18 Uhr, jede Menge Informationen rund um die S-Bahn und Unterhaltung. Auch Familien mit Kindern kommen auf ihre Kosten. Folgende Höhepunkte erwarten die Besucher:
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Podiumsdiskussionen „S-Bahn im Dialog“

Peter Buchner, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, und Jürgen Konz, Geschäftsführer Produktion, sind mit weiteren Fachleuten um 12 und 14.30 Uhr auf der Bühne, um mit dem Publikum zu diskutieren.
Wissenschafts-Comedy mit den Physikanten
Wissenschaft mal anders: Die Physikanten zeigen, dass Physik auch Spaß machen kann. Mit Experimenten rund um die Themen Bahn, Mobilität und vieles mehr treten sie diesen ehrgeizigen Beweis an. Dabei beziehen die beiden Künstler ihr Publikum bei ihrer Show mit ein.
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Vielseitig: „Hit Mama“
„Hit Mama“ spielt ein umfangreiches und vielseitiges Repertoire internationaler Hits aller wichtigen Stilrichtungen von den 1970ern bis heute: von Funk, Rock, Disco und Dance über Pop, neue Deutsche Welle sowie Latin und Soul bis hin zu aktuellen Chart-Hits.
Auf der Bühne präsentiert sich die siebenköpfige Band in stilvollen maßgeschneiderten Kostümen und mitreißenden Tanzchoreografien.
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Ausschnitte aus dem Musical „Ein MoMu in der S-Bahn“
„Ein MoMu in der S-Bahn“ ist das Musical um den Langschläfer MoMu und Theo Tintenklecks, das Kinder zum Mitmachen und Singen animiert. Die Geschichte kreist um MoMus abenteuerliche S-Bahn-Fahrt.
Unterwegs begegnet er Mac Music, der ihm die Ohren öffnet für die tausend Töne der Stadt und den S-Bahn-Sound mixt. Er entdeckt mit Theo Tintenklecks, dass S-Bahn fahren ganz leicht ist. Den Musical-Text schrieb Silvia Hahnisch, die Musik komponierte Arnold Fritzsch.
Fotos/Text: David Ulrich/Claudia Braun





